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Am Ende wissen wie es geht- Letzte Hilfe Kurs

Die meisten Menschen wünschen sich, ihr Lebensende in gewohnter Umgebung und im Kreis ihrer Angehörigen zu erleben. Doch das Sterben macht uns oft sprach- und hilflos. Am Samstag, den 29. Oktober 2022, fand zum ersten Mal ein Letzte Hilfe Kurs des Hospizvereins statt. In der Senioren- Begegnungsstätte vermittelten die Koordinatorinnen Claudia Möller und Sabine Engelmann wichtige Grundlagen, um selbstbewusster mit Schwerstkranken und Sterbenden im eigenen Umfeld umgehen zu können.

Für die in diesem Jahr neuen Ehrenamtlichen des Hospizvereins, war dieser Kurs ein Pflichttermin im Rahmen ihrer Ausbildung. Doch auch Interessierte und pflegende Angehörige profitierten von der Vermittlung von Pflegetipps und Handgriffen rund um die Sterbebegleitung. Achtsame, angstfreie Zuwendung ist die Basis einer guten Sterbebegleitung zu Hause und die kann man lernen. Diese Gewissheit konnten die Kursleiterinnen an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergeben.

Der Letzte Hilfe Kurs besteht aus vier Modulen zu je 45 Minuten:

Sterben als Teil des Lebens
Vorsorgen undEntscheiden
Leiden lindern Abschied nehmen

Er wendet sich an Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Betriebe.

Das vierstündige Seminar wird im neuen Jahr über die VHS wieder angeboten, kann aber für Gruppen auch direkt über den Hospizverein gebucht werden.

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Zuletzt aktualisiert: 20. November 2022

In Liebe lassen- Ein besonderer Kinoabend in liebe lassen

Annlässlich des Deutschen Hospiztages richtete der ambulante Hospizverein Verein gemeinsam mit dem Hospiz Schwester Paterna und dem Palliativteam Weinheim  eine Filmvorführung aus. Am 12. Oktober 2022 zeigte das Moderne Theater Weinheim den Film „In Liebe lassen“.

Viele Menschen haben Angst sich mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen. Dass das Sterben zum Leben dazu gehört, können nur wenige annehmen. Der französiche Spielfilm „In Liebe lassen“ setzt sich auf einfühlsame Weise damit auseinander, dass die letzte Lebensphase eines jeden sehr lebendig und erfüllend sein kann.

Vor der Filmvorführung hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, mit den beiden Teamleiterinnen sowohl unseres ambulanten Dienstes, als auch des stationären Hospizes und des Palliativteams ins Gespräch zu kommen und sich über Erfahrungen und Ängste auszutauschen. Für dieses „Get together“ stellte der Kinobetreiber des Modernen Theaters in Weinheim, Herr Speiser, Getränke und Snacks zur Verfügung.   

Mit der Filmvorführung im Rahmen des Welthospiztages und des Deutschen Hospiztages konnte die wertvolle Hospizarbeit thematisiert und wertgeschätzt werden.

Wencke Stülpner

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Zuletzt aktualisiert: 30. April 2023

Am Ende zählt der Mensch- Internationaler Hospiztag im Oktober

Der Welthospiztag findet in diesem Jahr am 8.Oktober statt, der Tag wird in Deutschland am 14.Oktober begangen. Das Motto 2022 lautet: „Hospiz kann mehr.“ Vor dem Hintergrund der anhaltenden Sterbehilfedebatten wollen die Hospizeinrichtungen und -Vereine zeigen, was Hospizarbeit und Palliativversorgung zu leisten vermögen. Das Motto ist zudem Hinweis auf die lange Geschichte
der Hospizbewegung und steht außerdem für die hospizliche Praxis, durch entsprechende Trauerangebote über den Tod hinaus für die Angehörigen da zu sein. „Hospiz kann mehr“ ist auch ein Anspruch der haupt- und ehrenamtlich Tätigen, in krisenhaften Zeiten über den hospizlichen Tellerrand hinauszuschauen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Was ist Würde?

Auch im Viernheimer Hospizverein, nehmen die Koordinatorinnen und die Begleiter*Innen ihre Aufgaben sehr ernst. Am 24. und 25. September haben zwanzig Damen und Herren an der Fortbildung „Würdezentrierte Therapie“ teilgenommen.

Großes Interesse an Würdezentrierter TherapieDie Veranstaltung brachte die alten und die neuen Ehrenamtlichen im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen zum Kennenlernen zusammen und vermittelte ihnen Impulse, sich unheilbar kranken Menschen einfühlsam zuzuwenden und deren Würdegefühl zu stärken.

Ein kanadisches Team um den Wissenschaftler Dr. Harvey Max Chochinov forschte in den 1990er Jahren erstmals um die Bedeutung von Lebensqualität undPatientenwürde in der medizinischen Versorgung, darüber welche Ängste Patienten umtreiben und wie man diesen in der Pflege und Begleitung am besten begegnet.

Die Begleiterinnen und Begleiter des Hospizvereins Viernheim erhielten von der Referentin Frau Dr. Swantje Goebel vom Würdezentrum Frankfurt zahlreiche Anregungen und einen Fragenkatalog an die Hand, um mit Menschen an deren Lebensende darüber ins Gespräch zu kommen, was ihnen im Leben und im Sterben besonders wichtig war und ist.

Was macht mich lebendig?Die neuen Begleiterinnen und Begleiter des Hospizvereins Viernheim

Was macht mich aus? Was macht es mit mir, wenn ich (krankheitsbedingt) meine Fähigkeiten verliere? Bin ich sterbenskrank noch eine Persönlichkeit? Was verletzt, bzw. was stärkt mein Würdegefühl?Die würdezentrierte Therapie nach Dr. Chochinov respektiert das Selbstbild der Patienten, begegnet ihnen mit maximaler Aufmerksamkeit, versucht Normalität und Selbstbestimmung schwerstkranker, dementer und sterbender Menschen zu erhalten. Dank eines Fragenkanons können Begleiterinnen und Pflegende persönliches über ihre Patienten erfahren. Sie lernen umzusetzen, was zu tun ist, um deren Würde zu erhalten oder diese an sie zurückzugeben. Die Würdeforschung und die würdezentrierte Therapie tragen in der Versorgung alter, kranker und sterbender Menschen dazu bei, Achtung, Respekt und Menschlichkeit, den dringend nötigen Raum zu geben.

Das Team der Ehrenamtlichen des Hospizvereins lebt dieses achtsame Miteinander. Das war auch beim abendlichen Ausklang der Fortbildung zu spüren. Sieben Damen und Herren erhielten im Rahmen der Veranstaltung die Zertifikate für ihre Ausbildung zum Hospizbegleiter und wurden gerne in das Team um die Koordinatorinnen Claudia Möller und Sabine Engelmann aufgenommen.

Christel Schumacher, die gute Seele des TrauercafésFrau Christel Schuhmacher wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Hospizverein und vor allem für ihr unermüdliches Engagement im Trauercafé geehrt. 20 Jahre schon steht Frau Schuhmacher Trauernden zur Seite und hilft ihnen zurück in ein Leben ohne ihre geliebten verstorbenen Menschen. Selbst unter Coronabedingungen hat Frau Schuhmacher ohne die persönliche Treffen im Trauercafé, konsequent per Telefon, Briefkarten und mit kleinen Grüßen den Kontakt zu den Betroffenen gehalten.

 

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Zuletzt aktualisiert: 08. Mai 2023

Wir sind ein tolles Team

Einmal jährlich treffen sich die Begleiterinnen und Begleiter des Viernheimer Hospizvereins in der Regel zu einem gemeinsamen Abendessen. In diesem Jahr luden die Koordinatorinnen Claudia Möller und Sabine Engelmann die Ehrenamtlichen zu einer besonderen Teambildungsmaßnahme ein.

Am 01. August traf sich die Gruppe zu einer Draisinenfahrt von Mörlenbach nach Waldmichelbach und zurück. Auf der alten, denkmalgeschützten Bahntrasse traten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feste in die Pedale und hatten dabei sichtlich ihr Vergnügen. Die Fahrt führt über drei Viadukte und zwei Tunnel und bietet entlang der wunderschönen Landschaft viele Ausblicke über das Odenwälder Bergland. Dank der Unterstützung von Elektromotoren wurden auch die Steigungen gemeinsam gemeistert und der außergewöhnliche Ausflug war ein bewegtes, aber dennoch entspanntes Ereignis. Es galt dabei auch die neuen Damen und Herren, die gerade ihren Hospizbegleiter-Kurs absolviert haben, im Team zu begrüßen und sich besser kennenzulernen.

Am 24/25. September findet für die aktiven und sehr motivierten Sterbebegleiterinnen und Begleiter ein Fortbildungswochenende zum Thema würdezentrierte Sterbebegleitung statt. Dozenten des Frankfurter Würdezentrums gestalten die Veranstaltung für alle Ehrenamtlichen. Zu diesem Anlass erhalten die Absolvent*Innen der diesjährigen Hospizbegleiterausbildung auch ihre Diplome.

Am 29. Oktober leiten die Koordinatorinnen in der Volkshochschule Viernheim einen Kurs „Letzte Hilfe“.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Viernheimer Hospizvereins setzen sich regelmäßig und intensiv mit den vielfältigen Fragen und Problemen im Umfeld von Krankheit, Sterben und Tod auseinander. Sie legen viel Wert auf Aus- und Weiterbildung an Hand der Grundsätze von Palliative Care. Die Bereiche der medizinischen Versorgung sind dabei ebenso wichtig, wie die achtsame Kommunikation mit Patienten und Angehörigen, sowie ethische und konfessionelle Gesichtspunkte.

(Wencke Stülpner)

 

 

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Zuletzt aktualisiert: 12. August 2022

Ausflug der Trauerbegleiterinnen

Am 08. Juni machten sich die ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen des Viernheimer Hospizvereins zusammen mit ihren Koordinatorinnen auf den Weg nach Brensbach im Odenwald. Der beschauliche Ort hat etwas ganz Besonderes zu bieten: Am unteren Teil des Friedhofes befindet sich ein beeindruckender TrauerWeg. Auf der Suche nach dem Sinn von Trauer und Leid, auf der Suche nach Antworten, wie man mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht, finden sich auf dem TrauerWeg Brensbach zahlreiche Stationen, die die Gefühlswelt nach einem Verlust repräsentieren.Regenbogen

Seit jeher gehen Trauernde immer durch die gleichen Schritte der Trauerbewältigung. Durch Schock, Wut, Angst und Leiden. Doch auch wenn der Tod nicht rückgängig zu machen ist, folgt auf diese negativen Gefühle die Erfahrung des Annehmens und des zu sich Findens. Mit dem Loslassen in diesen Phasen ist ein wichtiger Schritt in ein Leben mit neuen Kräften und für neue Lebensentwürfe geschafft.

Eine der ersten kunstvoll gestalteten Stationen des TrauerWeges ist zum Beispiel ein entwurzelter Baum. Für die erste Zeit der Orientierungslosigkeit braucht es Begleitung und haltende Hände. Das wurde den Viernheimer Trauerbegleiterinnen auch auf einem unwegsamen Pfad bewusst, den man alleine nur schwer begehen kann.

Große Stehlen mit Glasbildern in denen sich das Licht bricht, stellen Gefühle dar, welche Trauernde durchleben. Erinnerungssteine, ein offenes Fenster und eine Bank sind Symbole der Ruhe und der Zeit, die jede*r Trauernde sich nehmen sollte um sich aus der Erstarrung lösen zu können.

Labyrinth und Palisadenweg symbolisieren die Zuversicht, den Lebensweg ohne den geliebten Menschen weiterzugehen und Begleitung und Unterstützung von (erfahrenen) Mitmenschen anzunehmen.

Dank der Führung von Frau Annette Claar-Kreh (evangelisches Dekanat Vorderer Odenwald), konnten die Damen sehr intensiv den Wandlungsprozess aus scheinbar aussichtsloser Trauer in ein zu sich kommen erfahren. Beginn und Ende des Rundgangs ist ein wunderschöner, großer Regenbogen als Zeichen der Hoffnung: Das Leben ist für die Lebenden.

Bewegt, inspiriert und voller Anregungen wurde der Ausflug mit einem geselligem Beisammensein beendet.

Wir suchen und brauchen Sie!

Sie sind empathisch und achtsam und bringen Ihren Mitmenschen große Wertschätzung entgegen. Sie haben Erfahrung in der Arbeit mit trauernden Menschen (Kranken- oder Altenpfleger*In, Seelsorger*In, Bestatter*In) und suchen ein neues Tätigkeitsfeld. Sie möchten Ihre Zeit in den Dienst Trauernder stellen und ihnen eine Stütze sein.

Wenn Sie das Team des Viernheimer Hospizvereins mit Ihren Fähigkeiten im Bereich der Trauerbegleitung ehrenamtlich unterstützen möchten, freuen wir uns über ein Gespräch mit Ihnen. Rufen Sie uns an 06404/ 602559 oder schreiben Sie uns eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

(Wencke Stülpner)

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Zuletzt aktualisiert: 30. März 2025

Viel positive Resonanz auf die Veranstaltungen des Hospizvereins

Am Ende des Lebens nicht auf Lebendigkeit verzichten, das zu feiern, war das Ziel der Jubiläumsveranstaltungen des Viernheimer Hospizverein. Theater, Festvortrag und Lesung waren sehr gut besucht und die Organisatorinnen und Organisatoren bedanken sich herzlich für das rege Interesse und die vielen großzügigen Spenden, die die Hospizarbeit erst ermöglichen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter egal ob ehrenamtlich oder hauptamtlich tätig sind immer bereit, die Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen gleichermaßen zu achten und würdevoll zu begleiten.

Die Wertschätzung die der Hospizverein durch die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Jubiläumsveranstaltungen erfahren hat, spiegelt auch das Interesse unserer Gesellschaft an zeitgemäßer und individueller Sterbebegleitung wieder. Das Herz des Viernheimer Hospizvereins Vereins sind die Ehrenamtlichen. Frauen und Männer, die mit Herz und Engagement zum Gelingen der Hospizarbeit und Trauerbegleitung beitragen.

Aus diesem Grund freuen sich die Koordinatorinnen Claudia Möller und Sabine Engelmann über Menschen, die die Arbeit des Vereins ehrenamtlich unterstützen. Egal ob Sie Trauerspaziergänge begleiten möchten, bei der Gestaltung des Trauercafés helfen oder Hospizbegleiter werden möchten. Jede und jeder, der sich mit der Hospizarbeit identifiziert, mit und ohne Erfahrung, ist gerne gesehen und aufgefordert, sich den Damen vorzustellen. Ein unverbindliches Informationsgespräch bzw. Terminvereinbarung ist jederzeit telefonisch möglich unter der Telefonnummer 06204/ 602559.

(Wencke Stülpner)

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Zuletzt aktualisiert: 06. Juli 2022

Es ist kein trauriger Job

Viernheim. „Da kann man nichts mehr machen.“ Ein Satz aus dem Mund eines Arztes, vor dem sich wohl jeder Mensch fürchtet. Und über den Dr. Jutta Behrendt, Erste Vorsitzende des Hospizvereins Viernheim, den Kopf schüttelt. „Man kann immer etwas machen!“, sagt sie bestimmt. „Allein die Tatsache, die Hand zu halten oder zu sagen: Wir schaffen das zusammen, entlastet schon viele Sterbende.“ Genau das macht der Viernheimer Hospizverein seit 25 Jahren: Menschen auf ihrem letzten Lebensweg mit viel Herz begleiten.

Eine psychosoziale BetreuungBericht Jubilaum Wo Sterben gelebt wird

Dass das auch anders gehen kann, zeigte die Hospizbewegung, die in den 90er Jahren langsam aus England nach Deutschland schwappte. Die Idee: Ehrenamtliche Helfer stehen den Sterbenden und ihren Familien zur Seite, hören zu, lesen vor, spielen Brettspiele, halten die Hand – sind einfach da. Nicht als Pflegekräfte, sondern als psychosoziale Betreuung oder einfacher: als Menschen.

13 Ehrenamtliche engagierten sich direkt nach der Gründung des Vereins in Viernheim. „Das waren gleich richtig viele!“, sagt Palliativkrankenschwester Claudia Möller. Und es wurden noch mehr. Sie und ihre Kollegin Sabine Engelmann, die einzigen hauptamtlichen Kräfte des Vereins, koordinieren heute über 30 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer und bilden derzeit neun neue aus. Doch es müssten noch mehr sein. Denn der Verein betreut jedes Jahr mehr Sterbende.

Vor Corona waren es über 100 Menschen im Jahr. „Während Corona wurde es etwas weniger, weil viele Familien Angst vor Ansteckung durch zu viele Kontakte hatten“, sagt Behrendt. Doch selbst in dieser Zeit sank die Zahl der betreuten Menschen nie unter 80. „Ohne Ehrenamtliche geht das nicht“, macht Engelmann klar. Denn neben den Hausbesuchen bietet der Verein auch noch eine Trauergruppe an und steht der Selbsthilfegruppe „Sternenkinder“ zur Seite.

Möllers Handy klingelt. Sie springt auf und verlässt den Raum im Obergeschoss des Hospizes Schwester Paterna, wo der Hospizverein seinen Sitz hat. Ständig für ihre Patientinnen und Patienten erreichbar zu sein, ist eines der wichtigsten Merkmale des Vereins. Meldet sich jemand Neues bei ihnen, kommen Möller oder Engelmann zu einem ersten Hausbesuch vorbei. „Wir schauen uns die Lage an, sehen, was notwendig ist und wer von unseren Ehrenamtlichen am besten passen würde“, erklärt Engelmann.

So früh wie möglich melden

Als Palliativkrankenschwestern können sie auch beurteilen, wenn mehr Schmerzmittel nötig sind und dazu Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Dann beginnt der eigentliche letzte Weg – doch diese Zeit ist oft zu kurz, bedauert Engelmann: „Viele rufen sehr spät an, nur wenige Tage vor dem Tod.“ Besser wäre es, die Betroffenen würden sich gleich melden, sobald klar sei, dass es für sie keine Heilung mehr gebe. „Wenn man jemanden bis ins Sterben begleitet, ist es gut, wenn man vorher eine Weile den Weg zusammen gegangen ist. Denn das braucht Vertrauen.“

Möller, die mittlerweile wieder in den Raum gekommen ist, nickt wissend. „Die Zurückhaltung vieler liegt an dem Wort Hospiz. Die Leute denken: Wenn die kommen, geht’s gleich ans Sterben.“ Deshalb nennen sie und Engelmann die Hospizhelfer lieber „Zeitspender“. Möller hat auch gleich ein Beispiel parat: „Ein Sterbender wünschte sich, Skat zu spielen. Also haben wir ihm Mitspieler für mehrere Skatrunden organisiert.“ Behrendt nickt und sagt: „Bis man stirbt, lebt man ja noch!“

Und dieses Leben soll würdevoll sein und vor allen Dingen: durch den Sterbenden so weit wie möglich selbstbestimmt. „Dafür braucht es manchmal ganz bewusst eine außenstehende Person zum Zuhören“, sagt Engelmann. „Mit uns sprechen Sterbende zum Beispiel darüber, dass sie Angst vor dem Tod haben. Zu ihren Kindern wollen sie das nicht sagen, um sie zu schützen.“

Angebot ist kostenlos

All das leistet der Hospizverein seit 25 Jahren für die Sterbenden und ihre Familien kostenlos. „Das können viele kaum glauben“, sagt Engelmann. Das ist der Grund, warum der Verein sein – wegen der Corona-Pandemie vom Herbst 2021 auf jetzt verschobenes – Jubiläum vom 24. bis 26. Mai mit drei Veranstaltungen feiert und dazu alle Viernheimer einlädt – um stärker auf die Arbeit der Ehrenamtlichen aufmerksam zu machen.

Ganz bewusst hat der Verein etwa das Schauspiel „Sie werden lachen, es geht um den Tod“ ausgewählt. Um zu zeigen, dass ihre Arbeit nicht totgeschwiegen werden sollte. „Mir geben die Menschen, die wir betreuen so viel zurück“, sagt Möller und Engelmann nickt. Behrendt nickt. Ja, ihre Patienten sterben. „Aber es ist kein trauriger Job!“

20.5.2022  Kathrin Miedniak Freie Autorin Mannheimer Morgen

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Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2022

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