Traditionelle Gedenkandacht spendet neue Kraft und Zuversicht

Gedenkandacht– Schicksalsschläge und der schmerzhafte Verlust geliebter Menschen gehören zum menschlichen Dasein. Das Leben ist nicht nur leicht, das müssen Hinterbliebene erfahren. Die Trauernden, die sich versammelt hatten, vereint im Schmerz, wurden ermutigt, diese dunklen Seiten nicht zu verdrängen, sondern als Teil des Lebens anzunehmen. „Wir wissen, dass das Leben uns vor große Herausforderungen stellt. Es gibt Momente, in denen wir glauben, nicht mehr weitergehen zu können. Der Verlust reißt eine Wunde, die bleibt“, lautete eine Botschaft an die Gemeinde. In der Auferstehungskirche veranstaltete der Viernheimer Hospizverein e.V. seine alljährliche Gedenkandacht, dabei wurden Kerzen im Gedenken an die Verstorbenen entzündet. Zu Beginn begrüßte 1. Vorsitzende Jutta Behrendt die Besucher und bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Der Hospizverein leistet seit Jahren unschätzbare Arbeit in der Begleitung von Menschen auf dem letzten Lebensweg, nimmt dabei aber auch die Angehörigen in den Blick. Doch die Unterstützung endet nicht mit dem Tod. Die Gedenkandacht war ein wichtiger Bestandteil der Trauerarbeit, die den Hinterbliebenen hilft, ihren persönlichen Weg aus der tiefsten Trauer zu finden.

Gedenkandacht Hospizverein 4s

Der Abend stand unter dem Motto „Weitergehen...“ und so gab es auch Vergleiche mit einem Labyrinth. Für die musikalische Gestaltung sorgten Kai Schneider und Klaus Karrer, ebenfalls hörten die Gäste Impulstexte von den Hospizbegleitern Claudia Gutperle, Michaela Heiland, Rita Lamberth und Peter Rothacker. Entsprechende Gedanken kamen von Pfarrer Klaus Traxler. Ein zentraler Impuls der Feier war die Botschaft: Das Leben muss weitergehen. Auch wenn der Schmerz momentan alles überstrahlt, trägt jeder Mensch die innere Stärke in sich, sich wieder dem Morgen zuzuwenden. Die Kerzen, die während der Andacht für die Verstorbenen entzündet wurden, symbolisierten diesen Lichtblick. Sie stehen dafür, dass die Erinnerung an die Liebsten nicht erlischt, sondern als wärmender Schein den weiteren Lebensweg erhellt. Es ist die Hoffnung, die nach der dunkelsten Nacht wieder ein zartes Grün hervorbringt – die Hoffnung auf Frieden, Denkbarkeit und Neuanfänge. Zum Abschluss wurde gemeinsam das Lied „Von guten Mächten“ gesungen.

Gedenkandacht Hospizverein 3s

Text und Bilder: (c) Daniel Klier, Viernheimer Tageblatt