Am Ende wissen, wie es geht
Der Viernheimer Hospizverein empfiehlt den „Letzte-Hilfe-Kurs“
Unter dem jüngsten Motto des Welthospiztags „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ wurde am 10. Oktober auch deutschlandweit Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Hospizarbeit gelenkt. Doch wie sieht die Unterstützung konkret im Alltag aus? Die meisten Menschen wünschen sich, die letzte Phase ihres Lebens zu Hause im Kreis ihrer Vertrauten zu verbringen.
Um Angehörige, Freunde und Interessierte für diesen Weg zu stärken, lädt der Viernheimer Hospizverein zu einem kompakten „Letzte-Hilfe-Kurs“ ein.
Ähnlich wie bei einem Erste-Hilfe-Kurs erlernen die Teilnehmenden hier das kleine „Einmaleins der Sterbebegleitung“. Der Kurs vermittelt in verständlicher Form Basiswissen, Orientierung und einfache praktische Handgriffe. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, dass man auch ohne medizinisches Vorwissen einem schwerstkranken Menschen beistehen, Leiden lindern und Lebensqualität erhalten kann.
Das Sterben gehört mitten in unser Leben und ist so individuell wie jeder Einzelne von uns. „Mit unserem Letzte-Hilfe-Kurs möchten wir Menschen ermutigen und befähigen, nicht wegzusehen, sondern da zu sein, wenn ein Leben zu Ende geht. Niemand sollte in dieser Situation allein gelassen werden,“ erklärt Koordinatorin Sabine Engelmann den Kursinhalt in einem Satz.
Die vier Stunden sind kompakt gestaltet und umfassen vier thematische Schwerpunkte:
- Sterben als ein Teil des Lebens (Wie kündigt sich das Lebensende an?)
- Vorsorgen und Entscheiden (Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht)
- Leiden lindern (Körperliche, psychische und soziale Bedürfnisse; praktische Hilfen wie Mundpflege)
- Abschied nehmen (Umgang mit Trauer und Bestattung)
Veranstaltungsdetails:
- Datum / Uhrzeit: Fr. 06.November, Beginn 17:00 Uhr, Dauer ca. 4 Stunden
- Ort: In den Räumen des Hospizvereins, Seegartenstraße 1-3, Viernheim
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten. Telefon: 06204/602559, E-Mail:
(c) Wencke Stülpner